Amtsgrenzen Preussisch-Litauen 1736

Preussisch-Litauen ist das nördliche Gebiet Ostpreussens, welches seinen Namen aufgrund der Besiedlung durch Litauer erlangte. Diese siedelten in Preussen, da sie sich bessere wirtschaftliche Bedingungen erhofften.
Preussisch-Litauen gehörte nicht zu Litauen, wie der Name vielleicht auch implizieren könnte.
Durch die große Pest von 1709/1710 wurde mehr als 50% der Bevölkerung eliminiert. König Friedrich I. und sein Sohn Friedrich Wilhelm I. betrieben zur Neubesiedlung des Gebietes, insbesondere des Hauptamtes Insterburg eine intensive Kolonisationspolitik durch Deutsche.
Eine Untersuchung der Bevölkerung dieser Region wird auf diesen Seiten zukünftig erfolgen.
Hierzu wurden zunächst interaktive Karten entwickelt, welche von der Übersicht der Hauptämter
zu den Amt-Übersichten der Hauptämter und schließlich zu den Ortschaften mit litauischer Bevölkerung und Kolonisten führt. In weiteren Arbeiten werden auch Informationen zur Bevölkerung selbst eingebunden werden.
Die Grenzen der Hauptämter und Ämter entsprechen vermuteten Grenzverläufen durch natürliche Grenzen, wie Flüsse und Wälder, sowie der Lage der Ortschaften in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ein exakter Verlauf der Grenzen ist nicht bekannt. Sie waren auch in erster Linie von der Zugehörigkeit der Ortschaften zu den Ämtern definiert, welche in diesem Projekt berücksichtigt werden.
Die hier aufgeführte Grenzführung basiert in erster Linie auf der Homanschen Karte von 1735, entworfen von J.F. Betgen 1733. Eine Wiedergabe dieser Karte ist in Mack Walker, "Der Salzburger Handel" von 1997 auf S. 88 zu finden sowie in Angelica Marsch, "Die Salzburger Emigration in Bilder" von 1979, Farbtafel 11, zu finden.

